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Studie bestätigt: Fisch hilft, Fischöl nicht.

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt für die gesunde Allgemeinbevölkerung den regelmäßigen Verzehr von Fisch, und zwar insbesondere von Seefisch. Hintergrund dafür ist der besondere ernährungsphysiologische Stellenwert von Seefisch als wichtiger Quelle für Proteine, Omega-3-Fettsäuren, verschiedene Vitamine und das essenzielle Spurenelement Iod. Auch im Rahmen der adjuvanten Ernährungskonzepte bei verschiedenen Erkrankungen wie Diabetes, Multipler Sklerose und Metabolischem Syndrom nehmen die regelmäßigen Fischmahlzeiten als Bestandteil der Mediterranen Ernährung einen wesentlichen Stellenwert ein.

Es gibt aber einen möglichen Nachteil:
Insbesondere Seefisch kann relevante Mengen an Quecksilber enthalten, was bekanntermaßen neurotoxisch ist. In einer aktuellen Studie wurde deshalb untersucht, ob der Vorteil von regelmäßigem Fischkonsum die Nachteile der damit verbundenen erhöhten Quecksilber-Zufuhr übersteigt und die Empfehlungen so aufrecht erhalten werden können.

Dazu untersuchte die Gruppe um Martha Claire Morris (Chicago, USA) in einer Autopsie-Studie den Zusammenhang von Fischverzehr und Hirnpathologie bei verstorbenen Teilnehmern des Memory and Aging-Projekts: Hierbei wurden die Ernährungsgewohnheiten von 286 verstorbenen, nicht demenzerkrankten Probanden erfasst und das Hirngewebe neuropathologisch hinsichtlich Demenzzeichen, Infarkten und Quecksilberkonzentration untersucht. Die Ergebnisse waren sehr interessant:


Tatsächlich konnte ein signifikanter Zusammenhang zwischen dem Fischverzehr zu Lebzeiten und der Quecksilber-Konzentration im Gehirn gefunden werden. Ebenfalls signifikant war aber auch der umgekehrte Zusammenhang zwischen Fischverzehr und neuropathologischen Anzeichen für Alzheimer und zerebrale Makroinfarkte: Je höher der Seefisch-Verzehr, desto geringer waren die Anzeichen für Alzheimer und Hirninfarkte. Und besonders aufschlussreich: Im Gegensatz zu Fischmahlzeiten zeigte die Supplementation mit Fischöl-Präparaten keinerlei Zusammenhang mit neuropathologischen Parametern.

Die Autoren der Studie ziehen daraus eine wichtige Schlussfolgerung:
Ein moderater Seefisch-Verzehr (2 Mahlzeiten pro Woche) ist erwartungsgemäß mit einer geringeren Alzheimer-Inzidenz assoziiert; die Vorteile des Fischverzehrs scheinen dabei die Nachteile der gleichzeitigen Quecksilberzufuhr zu übersteigen. Eine Supplementation mit Fischöl-Präparaten bringt dagegen keinen Vorteil.

Unser Fazit dazu:
Wir haben es ja schon immer gesagt! ☺ Die Nachteile einer ungesunden Ernährung kann man nicht durch die Einnahme einzelner Mikronährstoffe oder Supplemente kompensieren. Fisch hilft, Fischöl nicht. Abzuwarten bleibt, ob sich diese Ergebnisse auch in ernährungsmedizinischen Interventionsstudien bestätigen lassen.

 


Quelle: Morris MC et al. Association of seafood consumption, brain mercury level, and APOE ε4 status with brain neuropathology in older adults. JAMA 2016; 315: 489–497

 

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Gast Mittwoch, 6. Juli 2016
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