
Management von Gesundheitseinrichtungen (B. A.)
Versorgung begleiten. Prozesse steuern.
Das Gesundheitswesen ist mit mehr als fünf Millionen Beschäftigten und einem Anteil von mehr als elf Prozent des Bruttoinlandsprodukts eine der größten Branchen in der deutschen Wirtschaft. Es zeichnet sich durch eine wachsende Komplexität und eine hohe Anzahl an Schnittstellen aus, so dass Managementaufgaben auf allen Ebenen im System immer wichtiger werden. Ein neues Spannungsfeld zwischen Leistungsbereitschaft und Kostendruck entsteht – aber auch mehr Flexibilität durch Teams im Gesundheitswesen. Der Patient von heute orientiert seine Bedürfnisse an Preis, Qualität und Transparenz, so dass auch die Markenbildung und das Wettbewerbsprinzip an Bedeutung gewinnt.*1
Wie wäre es mit einem Beruf, in dem Sie langfristig in Gesundheitszentren und MVZs Verantwortung übernehmen, Organisationstrukturen verantworten und interne Prozesse steuern? Und das in einer Einrichtung, die die Menschen in den Mittelpunkt ihrer Arbeit stellt?
Als Gesundheitsmanager werden Sie genau das tun. Sie erfüllen damit exakt die Anforderungen, die schon jetzt von Praxisgemeinschaften, Kliniken und Sozialeinrichtungen immer wieder gefordert werden: Sie bringen nicht nur die betriebswirtschaftlichen Kenntnisse mit, die nötig sind, um einen Gesundheits- oder Sozialbetrieb wirtschaftlich zu gestalten. Sie kennen sich auch mit den Verordnungen, Gesetzen und Rahmenbedingungen des deutschen Gesundheits- und Sozialwesens aus.
Sie sind der Manager bzw. die Managerin für Gesundheitszentren, Praxen, Kliniken und Sozialeinrichtungen von morgen – und stehen im Mittelpunkt des Gesundheitssystems der Zukunft.
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„Gesundheitsmanager sind nach Abschluss ihres Studiums in der Lage, die Gesundheitsversorgung effizient zu gestalten. Sie steuern und optimieren Prozesse und Versorgungsverläufe im Gesundheitswesen und werden somit zum bzw. zur Manager/-in des Gesundheitssystems von Morgen.“ |
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PROF. DR. CLARISSA KURSCHEID, STUDIENGANGSLEITERIN MANAGEMENT-STUDIENGÄNGE (B. A.), PROFESSUR Für GESUNDHEITS- U. INSTITUTIONENÖKONOMIE
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Vertiefungen
Der Studiengang kann mit vier verschiedenen Schwerpunkten studiert werden – Variante 3, der Gesundheitsnetzwerker, wird weiter unten auf dieser Seite beschrieben. Alle weiteren wählen Sie über das Menü oder direkt aus dieser Liste:
> VARIANTE 1: ZAHNÄRZTLICHE ABRECHNUNG UND PRAXISMANAGEMENT (ZAHNÄRZTLICHER PRAXISMANAGER)
> VARIANTE 2: APOTHEKEN- UND PHARMAMARKT (PHARMAMANAGER)
> VARIANTE 4: KRANKENHAUSMANAGEMENT (STATIONSLEITER)
KURZPROFIL
Aufbau des Studiums*
Das Studium zum Gesundheitsmanager beginnt mit einer Einführung, in welcher die Grundlagen des Problem Based Learnings (PBL) im Zentrum stehen. PBL ist eine Grundlage für das selbstständige Lernen und die nötige Selbstorganisation, um das Lernpensum im Studium gut zu schaffen. Darüber hinaus werden Sie diese Fähigkeiten im täglichen projektbezogenen Arbeiten umsetzen können.
Auf die Einführung folgen Veranstaltungen in den Kernbereichen VWL und Gesundheitssystem, Betriebswirtschaftslehre und Management. In diesen werden, über die Grundkenntnisse des wirtschaftlichen Handelns hinaus, wesentliche Inhalte für eine erfolgreiche Tätigkeit im Gesundheitswesen gelehrt. Sie bilden die Grundlagen, auf denen in den Folgesemestern aufgebaut wird. Die Seminare sind speziell auf das deutsche Gesundheits- und Sozialsystem zugeschnitten. Zudem werden anwendungsbezogene Bereiche zum Qualitätsmanagement, der Prozesssteuerung und dem Versorgungsmanagement vertiefend betrachtet und der erfolgreiche Umgang erlernt. Damit führen wir Sie Schritt für Schritt an Ihre zukünftigen beruflichen Aufgaben heran. Im fünften und sechsten Semester kommen weitere Projekte hinzu: Hier verknüpfen Sie Theorie und Praxis miteinander. Im Forschungsprojekt wenden Sie das Gelernte auf Ihren späteren Beruf an. Dies erfolgt anwendungsorientiert und wissenschaftlich fundiert. Natürlich können Sie Ihre ganz eigenen Fragen aus dem Forschungsprojekt später in Ihre Bachelor-Arbeit einfließen lassen. Im Praxismodul wiederholen die Studierenden ihr Wissen aus den vorherigen fünf Semestern. Sie bearbeiten einen konkreten Business-Case und schreiben einen Businessplan. Er wird dann vor einer Fachjury präsentiert und besprochen.
Am Schluss des Studiums steht die Bachelor-Thesis mit anschließendem Kolloquium. Die frisch gebackenen Absolventen und Absolventinnen verteidigen hier ihre Ergebnisse vor einem Expertengremium.
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„Die angebotenen Studiengänge bieten hervorragende Möglichkeiten für alle, die mehr erreichen und in verantwortlicher oder leitender Position tätig sein wollen. Mit dem hier erworbenen Wissen, Ihrem Können und Wollen, eröffnen Sie sich neue Perspektiven für Ihre Zukunft. Sie erwerben u.a. die notwendigen Kenntnisse zu den verschiedenen Honorierungs-Systemen, damit die in der Praxis erbrachten Leistungen korrekt und wirtschaftlich abgerechnet werden. Die zukünftigen Arbeitgeber von derart gebildeten Mitarbeiterinnen können nur gewinnen, denn sie werden viel Unterstützung auf sehr hohem Niveau erfahren!“ |
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SYLVIA WUTTIG, GESCHÄFTSFÜHRENDE GESELLSCHAFTERIN, DAISY AKADEMIE + VERLAG GMBH
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Berufsbild / Arbeitsmarkt
Gesundheitsmanager kennen sich in den gängigen Gesundheits & Sozialeinrichtungen gut aus. Er bzw. sie weiß Bescheid in allen betriebswirtschaftlichen und organisatorischen Belangen. Gesundheits- und Sozialmanager übernehmen dabei Verantwortung in der Organisation; bei Bedarf können sie auch ein Team leiten. In der ambulanten Versorgung unterstützen sie den Arzt bzw. Zahnarzt in der Organisation. Im Qualitätsmanagement, in Abrechnungsfragen und bei sonstigen organisatorischen Tätigkeiten sind sie in der Lage, Verantwortung zu übernehmen und mit Fachwissen die Geschäftsleitung zu unterstützen. Typische Arbeitsorte sind Krankenhäuser, Gesundheitszentren, Arzt- und Zahnarztpraxen und medizinische Versorgungszentren, Krankenversicherungen, Forschungsinstitute u.v.m.
Vor dem Hintergrund des Fachkräftemangels im Gesundheitssystem wird es immer wichtiger, dass nichtärztliche Tätigkeiten delegiert werden können. Die Manager für das Gesundheits- und Sozialwesen kennen sich hier aus. Die Beziehungen der Leistungsträger und -erbringer untereinander zu verstehen und zu durchdringen – dafür sind sie interdisziplinär ausgebildet für das Gesundheitssystem der Zukunft.
Dual Studieren
Der Studiengang Management von Gesundheitseinrichtungen ist praxisintegrierend. Die Verbindung von Studium und praktischer Tätigkeit ist dabei zwingend erforderlich, da nur so Theorie und Praxis sinnvoll miteinander verbunden werden können. Der Studiengang kann mit vier verschiedenen Schwerpunkten studiert werden – siehe oben die weiterführenden Links zu den anderen Varianten.
Zulassung & finanzierung
Wer kann Management von Gesundheitseinrichtungen (B. A.) studieren?
- Bewerberinnen und Bewerber mit allgemeiner oder fachgebundener Hochschulreife oder Fachhochschulreife.
- Bewerberinnen und Bewerber mit Hochschulzugangsberechtigung und abgeschlossener Ausbildung in einem anerkannten Ausbildungsberuf.
- Bewerberinnen und Bewerber mit abgeschlossener Ausbildung in einem anerkannten Ausbildungsberuf sowie mindestens 3-jähriger Berufserfahrung.
FinanzierungDie Studiengebühren betragen aktuell 450 Euro im Monat. Bei 6 Semestern Regelstudienzeit belaufen die Gesamtkosten auf 16.200 Euro. In der Regel werden diese vom praxisPartner getragen. |
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Studienschwerpunkt
Management von Gesundheitsnetzwerken (Gesundheitsnetzwerker)
Die derzeit größte Herausforderung im Gesundheitswesen liegt in der Veränderung der Versorgung unserer Patienten in Deutschland. Krankheitsbilder verändern sich und die Menschen werden älter.
Die Ausbildung im so genannten Care Management genauso wie im Fallmanagement wurde bisher in Deutschland im Wesentlichen auf Weiterbildungsniveau abgedeckt. Die staatlich anerkannte praxisHochschule ändert dies nun: Im Sinne einer optimalen Versorgung kann der Gesundheitsnetzwerker planen, managen und steuern. Die Absolventen dieses Studienschwerpunktes können die Beziehungen der Leistungsträger und Leistungserbringer untereinander verstehen und durchdringen – dafür werden sie interdisziplinär ausgebildet und können beispielsweise ein gut koordiniertes Entlassungsmanagement planen und so im Auftrag von Kostenträgern, größeren ambulanten wie stationären Leistungserbringern oder Versorgungsnetzwerken arbeiten.
Der ambulante und stationäre Sektor ist gefordert, enger zusammenzuarbeiten. Dieser Wandel ist verbunden mit den Schnittstellen im System.
Als Gesundheitsnetzwerker sind Sie somit das wichtigste Verbindungsglied zwischen Klinik, verschiedenen Ärzten und rehabilitativen bzw. sozialen Einrichtungen. Aber Sie tun noch mehr: Sie gestalten diesen Wandel – Sie entwickeln die Zukunft mit!
Die Ausbildung im so genannten Care Management genauso wie im Fallmanagement wurde bisher in Deutschland im Wesentlichen auf Weiterbildungsniveau abgedeckt. Die staatlich anerkannte praxisHochschule ändert dies nun: Im Sinne einer optimalen Versorgung kann der Gesundheitsnetzwerker planen, managen und steuern. Die Absolventen dieses Studienschwerpunktes können die Beziehungen der Leistungsträger und Leistungserbringer untereinander verstehen und durchdringen – dafür werden sie interdisziplinär ausgebildet und können beispielsweise ein gut koordiniertes Entlassungsmanagement planen und so im Auftrag von Kostenträgern, größeren ambulanten wie stationären Leistungserbringern oder Versorgungsnetzwerken arbeiten.
Der ambulante und stationäre Sektor ist gefordert, enger zusammenzuarbeiten. Dieser Wandel ist verbunden mit den Schnittstellen im System.
Als Gesundheitsnetzwerker sind Sie somit das wichtigste Verbindungsglied zwischen Klinik, verschiedenen Ärzten und rehabilitativen bzw. sozialen Einrichtungen. Aber Sie tun noch mehr: Sie gestalten diesen Wandel – Sie entwickeln die Zukunft mit!
Auf der Suche nach qualifiziertem Personal für das Management von Gesundheitsnetzwerken?
Die Absolventen des Bachelor-Studiengangs Management von Gesundheitseinrichtungen (B. A.) – Schwerpunkt Management von Gesundheitsnetzwerken (Gesundheitsnetzwerker) sind nicht nur nach, sondern bereits während ihres Studiums eine echte Stütze an Ihrer Seite.
Werden Sie praxisPartner der praxisHochschule: Als praxisPartner sind Sie nicht nur Arbeitgeber des Studierenden und unterstützen „Ihren“ Studierenden in Studium und Praxis. Sie und Ihre Mitarbeiter profitieren auch direkt von den in der Hochschule vermittelten Fachkompetenzen aus Theorie und Praxis.
- Sofortige Entlastung durch Kenntnis und Optimierung der betriebswirtschaftlichen Abläufe in Ihrem Ärztenetz oder Gesundheitsunternehmen
- Unterstützung im Prozessmanagement Ihres Gesundheitsunternehmens
- Aufbau und Strukturierung eines effizienten Entlassungsmanagements
- Koordination in der Zusammenarbeit zwischen ambulantem und stationärem Sektor
- Übernahme logistischer Anforderungen innerhalb von Ärztenetzen
- Betriebswirtschaftliche Planung von Behandlungsabläufen
- Entwicklung von Behandlungspfaden
- Aktuelles Fachwissen in organisatorischen Belangen rund um den regulierten Markt des Gesundheitswesens innerhalb der gesetzlichen Krankenversicherung
Informieren Sie sich über Studieninhalte, Finanzierungsmöglichkeiten und Ihre Vorteile als praxisPartner der praxisHochschule!
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1 vgl. Wasem/Staudt/Matusiewicz (Hrsg.): Medizinmanagement. Berlin, 2013







